Ist Twenty Four am Ende?

Ist die US-Agentenserie “Twenty Four” am Ende? Wenn man den Gerüchten – mehr sind es aktuell nicht – glauben schenkt, dann ist es wohl so. Die Produzenten haben sich bereits neuen Aufgaben gewidmet und trotz der akzeptablen Einschaltquoten (in den USA!) ist FOX die Serie zu teuer. Verständlich. Die ganzen Atombomben, die Anschläge auf das Weiße Haus, die CTU und die Kraftwerke müssen ja auch bezahlt werden. Aber ist das wirklich der Grund? Ich fürchte eher, das Konzept ist langsam – so weh es mir tut – ausgelutscht. Die aktuelle achte Staffel bringt kaum Neuigkeiten – obwohl erneut die Lokalität nach New York gewechselt ist. Ich habe aktuell, nach zwölf Folgen, keine Ahnung wo die Story hin will und die ganzen unnötigen Nebenhandlungen um irgendwelche Ex-Knastis und Bewährungshelfer sind keine große Leistung der Produzenten. Die aktuelle Staffel hat zwar auch interessantere Geschichten und auch Episode 12 war zum Ende hin (wie gewohnt zur Staffelmitte) sehr spektakulär und spannend gemacht, aber das reicht nicht.

Man sagt ja, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, doch ich glaube diesen Punkt hat man bei Twenty Four schlicht verpasst. Obwohl Washington noch viel Potential für neue Geschichten bot, ging man nach New York und macht die gleichen Fehler, die von den Zuschauern seit Jahren kritisiert werden – ich würde sogar sagen, dieses Mal sind es besonders viele.

Schade. “Twenty Four” war mal ne wirklich tolle Serie. Inzwischen ist es nur noch eine Wiederholung mit anderen Namen an einem anderen Ort.

Books in the age of the iPad


(via)

Filmkritik: Alice im Wunderland

Alle warten auf ihn, den neuen Disney Film von Tim Burton. Nun ist er in den Kinos und die Erwartungen sind alles andere als gering. Alice besucht das Wunderland ein zweites Mal, kann sich zu Beginn aber nicht an die ersten Begegnungen mit dem verrückten Hutmacher und der grinsenden Katze erinnern. Alice wird ein finaler Kampf prophezeit, in welchem Sie das Ungeheuer der roten Königen besiegen soll. Völlig davon überzeugt, nur zu träumen lässt sich sich auf die nachfolgenden Ereignisse ein.

Die Erwartungen an Alice im Wunderland waren nicht geringer als jene von Avatar. Eigentlich waren sie sogar größer, denn im Gegensatz zu Avatar kannte der Zuschauer die Story und wollte etwas neues, verrücktes erleben. Tim Burton schafft es einen skurrilen Film zu produzieren, welcher die bekannte Geschichte neu interpretiert. Der Film wirkt sehr kurzweilig und macht spaß. Aber ist es dass, was die Leute sehen wollen? Für meinen Geschmack wurde die Handlung ein wenig zu schnell abgehandelt. Skurrilität gab es zwar, hat aber viel platz nach oben. Johnny Depp und Mia Wasikowska sind eine perfekte Besetzung. Depp mimt den Hutmacher nicht nur als verrückt, er ist psychisch labil. Mia Wasikowska war mir bisher unbekannt, setzt aber die naive Alice perfekt in Szene. Der Showdown des Films machte deutlich, dass das Wunderland des 21. Jahrhunderts alles andere als einer kunterbunte Welt ist. Es wird düster und dramatisch.

Viele werden den Film wahrscheinlich wegen des 3D im Kino schauen. Um es kurz zu machen: es lohnt nicht. Das 3D kommt lange nicht an die Effekte von Avatar oder Up heran. Das liegt wohl mit daran, dass alles in 2D gedreht und erst nachträglich bearbeitet wurde. Ich werde bei der Alice Blu-ray im Heimkino der 3D-Technik des Kinos meiner Wahl nicht nachtrauern.

Fazit: Der Film ist gut, er macht spaß. Es sind 102 tolle Minuten, aber nicht der Hit, den die Medien prophezeit haben.

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Endlich wieder Gerechtigkeit?

Gestern wurde vom Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung für nichtig erklärt. Während viele Politiker sich zusammengesetzt haben um zu überlegen, wie man diese mit neuen Gesetzen wieder reaktivieren kann, freuten sich die Internetuser. Zurecht? Eher nicht, sagt Markus Beckedahl von Netzpolitik.org:

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Social ist ganz böse!

Allen voran Facebook. Das hat ComputerBild herausgefunden und heute Abend bei SternTV auf RTL präsentiert. Günther Jauch hörte gespannt zu, als die Social Networks als der Feind jeden Kindes und Jugendlichen präsentiert wurden. Der Bericht war natürlich sehr objektiv. Das wollte man zumindest vermitteln, geglückt ist es nicht. Facebook finden die Leute von ComputerBild ganz böse. Das deutsche schülerVZ ist sehr gut. Der Rest wird nicht erwähnt und ist unterschwellig auch nicht besonders Vertrauenswürdig. Beate Krafft-Schönin war ein Studiogast. Die Journalistin hat es sich zur Lebensausgabe gemacht, alle Sozialen Netzwerke für jeden unter 21 unzugänglich zu machen – vermittelte zumindest diesen Eindruck. Um diesen nicht zu trüben, hat man bei SternTV auch niemanden eingeladen, der eine andere Seite vertritt / verteidigt.

Ich denke, dass mit diesem Thema etwas zu scharf geschossen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach all diesen Diskussionen immernoch der Großteil der User nicht weiß, was mit den Daten geschehen kann.

New York im Time-Shift

Dieses Video wurde von Sam O’Hare aus 35.000 Einzelbildern zusammengeschnitten und ist sehr schön anzusehen. Es wirkt wie im Muniatur-Wunderland.

http://www.vimeo.com/9679622

Bits sind teurer als Tinte und Papier

Das könnte man jedenfalls denken, wenn man sich die neue iPhone-App des SPIEGEL anschaut. 3,99 EUR kostet eine Einzelausgabe ab Ende März. Das sind 0,19 EUR mehr, als die Print-Version. Begründet wird dies mit den fixen Preisstufen, die Apple vorgiebt. Ein nachvollziehbarer Grund. Doch, warum bietet man die Ausgabe nicht einfach dauerhaft für 2,99 EUR an? Gut, da gibt es die Abgabe an Apple. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass viele User, die grundsätzlich bereit sind für (guten) Content zu zahlen, nicht bereit sind für eine digitale Ausgabe mehr als für die Print-Ausgabe zu zahlen.

Und ich bin so dumm und zahle…

via Spreeblick.com

Ja is denn heut scho Weihnachten?

Mobbing am Vorabend

Die Farm (Copyright by RTL)

Was passiert, wenn man zu “Ich bin ein Star, holt mich hier raus!” keine C-Promis nimmt, sondern einfach nur Leute der unteren Einkommensschicht? Und wenn man dann auch noch etwas für die Umwelt tun will um Kerosin zu sparen, verlegt man den Handlungsort in das edyllische Norwegen. Das Ergebnis ist “Die Farm”, der neuste Misserfolg von RTL.

Inka Bause hat zehn Leute auf eine jahrelang ungepflegte Farm in Norwegen geschickt und begleitet sie mit Kameras. Berufsgruppen sind alle vertreten – von der verrückten Heilerin über den Piloten, zu dem wahrscheinlich nie wieder ein Mensch ins Flugzeug steigt zur Hartz IV Empfängerin, welche nach einer Folge herausgemobbt wurde. Letztere, Steffi, kam gestern in die Sendung. Nichts ahnend, dass bereits alle Mitfarmer beschlossen haben, sie herauszumobben – und so kam es dann schließlich auch.

“Ich würde mich freuen, wenn wir ein Topmodel oder ein Pornosternchen mit dabei hätten.”

Genau wie in “Bauer sucht Frau”, zeigt die Show dem geneigten Zuschauer, wie viele Adjektive man doch kennt. Der schöne Nagelpfleger, der schüchterne Klavierbauer und der lustige Betonbauer sind nur ein kleiner Auszug.

RTL zeigt mal wieder, wie man einen Vorabend nicht gestalten sollte. Ich frage mich, wann Shows dieser Art nicht mehr als Doku sondern auch in der Programmzeitschrift als das angepriesen werden, was sie sind: Trash.